Ein Edelstein besitzt die Faktoren Natürlichkeit, Schönheit und Seltenheit. Diese Reihenfolge kann auch aufsteigend als Werterhöhung angesehen werden. Natürlichkeit setzen wir voraus. Es gibt viele natürliche, aber unschöne Steine. Schön muss der Edelstein auch sein, kann aber auch relativ häufig vorkommen.

Vielfalt an Edelsteinen

Nun zur Seltenheit: Ein Wert ist dann substanziell, wenn wir Vergleichbarkeit haben. Mit höherer Seltenheit sinkt zwar die Vergleichbarkeit, doch reichen einige wenige absolute Werte aus, um einen Vergleich dann herzustellen. Dieser Wert wird höher sein, und oftmals exponentiell höher, je seltener der Stein wird.

Was genau ist die Seltenheit?

Das ist die geologische Seltenheit der Steinart, also des Minerals, sowie die 4C dieser entsprechenden Steinart in Kombination. Je seltener allein schon eines der 4C eines Steines ist, meist geologisch bedingt, desto höher ist sein Investment-Potential, solang der Stein schön ist. Diese Schönheit ist von der Farbe, Härte (also Politur) und der Lichtbrechung (indirekt das Funkeln) abhängig. Also müssen Investment-Farbedelsteine den Bedingungen eines Edelsteines genügen, jedoch weit darüber hinaus eine seltene 4C-Kombination und große Marktakzeptanz, sprich „Schönheit“ besitzen. Hinzu kommt ein großes mögliches passives Marketing, geschichtlicher Wert und unter Umständen auch noch die Herkunft aus einem bestimmten Lieferland.

paraiba turmalin
Seltener Paraiba-Turmalin („Swimming-pool-Blau”)

Von steigender Wichtigkeit für Investment-Farbedelsteine ist die Zertifizierbarkeit.

Labore, welche Befundberichte über Steine ausstellen, müssen mit aktueller und state-of-the-art Ausrüstung ausgestattet sein. Zudem sollten Edelsteine nicht leicht synthetisch herstellbar oder ihre Detektion besonders aufwändig sein. Z.B. finden sich synthetische Smaragde im Handel, diese sind jedoch häufig einfach zu detektieren. Somit bleibt eine Sicherheit auf dem Markt erhalten.